Bürgerdialog in Weisingen

Mit Referenten Tim Krause, Andreas Mayer und Peter Felser – Diskussion über politische Entwicklungen vor Ort und überregionale Themen.

Am Freitagabend, den 20. Februar 2026, veranstaltete der AfD Kreisverband Dillingen einen Bürgerdialog in der Gaststätte Schützenheim in Weisingen. Gastgeber des Abends war Peter Kappatsch, der die Veranstaltung moderierte und die zahlreichen Besucher sowie die Referenten begrüßte.

Als Gastredner waren der Oberbürgermeisterkandidat der Stadt Hof, Tim Krause, sowie die Bundestagsabgeordneten Andreas Mayer und Peter Felser anwesend.

Zu Beginn stellte Kappatsch die kommunalpolitische Arbeit im Landkreis in den Mittelpunkt. Er verwies auf seine langjährige Erfahrung im Kreistag und betonte, dass er neu gewählte Mandatsträger aktiv unterstützen und auf ihrem politischen Weg begleiten werde. Ebenso hob er die langjährige Tätigkeit von Michael Audibert im Gemeinderat hervor, der den Stadtratskandidaten mit Rat und praktischer Erfahrung zur Seite stehen werde. Im Anschluss erhielten die Kandidaten die Möglichkeit, sich persönlich vorzustellen und ihre politischen Positionen darzulegen. Mehrere Redner betonten, dass ihr Engagement aus der bürgerlichen Mitte heraus entstanden sei und sie mit dem Ziel kandidierten, konkrete Veränderungen vor Ort zu erreichen.

Ein zentrales Thema war die Rolle der Kommunen. Es wurde hervorgehoben, dass politische Aufgaben stärker in die Verantwortung der Städte und Gemeinden zurückgeführt werden sollten, anstatt Entscheidungen zunehmend zu zentralisieren. Kritisch gesehen wurde, dass Gesetze häufig von höheren politischen Ebenen bis hin zur Europäischen Union vorgegeben würden. Auch regionale Zusammenarbeit spielte eine wichtige Rolle. Gute Kontakte zum benachbarten Wahlkreis Donau-Ries sowie zum Landtagsabgeordneten Ulrich Singer wurden als Vorteil für künftige Verhandlungen bezeichnet, insbesondere im Hinblick auf Verträge zur Trinkwasserversorgung.

Darüber hinaus wurden energiepolitische Fragen angesprochen. Diskutiert wurde unter anderem der Ausbau der Windkraft auf kommunaler Ebene sowie mögliche wirtschaftliche Auswirkungen steigender Stromkosten. In diesem Zusammenhang wurden auch Entwicklungen beim Stromverbrauch und bei Beschaffungskosten thematisiert.

Tim Krause widmete seinen Vortrag der Frage, wie politische Meinungsbildung beeinflusst werden kann. Zur Einführung verwies er auf das bereits 1928 erschienene Buch „Propaganda“ von Edward Bernays, dessen Inhalte nach seiner Einschätzung bis heute aktuell seien. Krause schilderte verschiedene Methoden, mit denen Geheimdienste oder politische Akteure oppositionelle Bewegungen schwächen könnten. Dazu zählten neben Überwachung auch das Einschleusen von Informanten, das gezielte Verbreiten von Gerüchten oder das bewusste Schüren interner Konflikte. Ebenso beschrieb er Strategien, bei denen Personen sich innerhalb von Organisationen in verantwortliche Positionen vorarbeiten, um Abläufe zu blockieren oder zu verlangsamen. In diesem Zusammenhang ging er auch auf die öffentliche Diskussion um ein Treffen in Potsdam ein, das nach seiner Darstellung eine breite Kampagne gegen seine Partei ausgelöst habe, obwohl bei dieser Veranstaltung auch Vertreter anderer Parteien anwesend gewesen sind.

Andreas Mayer konzentrierte sich in seinem Beitrag auf wirtschafts- und verkehrspolitische Themen. Er betonte die Bedeutung von Freiheit und Selbstbestimmung und kritisierte staatliche Eingriffe in individuelle Lebensbereiche. Besonders hob er das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab dem Jahr 2035 hervor, das seiner Ansicht nach zu höheren Kosten und Einschränkungen für viele Bürger führen könne. Zudem verwies er auf anhaltende Meldungen über Stellenabbau in der Automobilbranche, die vom großen Industriekonzern bis hin zu kleineren Zulieferbetrieben reichten. Der Verbrennungsmotor werde aus seiner Sicht weiterhin ein zentraler Bestandteil der deutschen Industrie bleiben, weshalb ein Verbot negative Folgen für Wirtschaft und Arbeitsplätze haben könne.

Darüber hinaus äußerte Mayer deutliche Kritik an der Debattenkultur im Deutschen Bundestag. Für eine Oppositionspartei sei es essenziell, kritische Fragen zu stellen und Regierungshandeln zu kontrollieren. Nach seinen Angaben komme es jedoch immer wieder vor, dass Anfragen nur knapp oder unklar beantwortet würden oder ganz ohne konkrete Informationen blieben, häufig mit dem Verweis auf bereits gegebene frühere Antworten.

Peter Felser beleuchtete anschließend die internationale Perspektive seiner Partei. Er berichtete von Kontakten in die USA und schilderte Eindrücke aus Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern. Dabei ging er auch auf diplomatische Spannungen zwischen verschiedenen deutschen Regierungsparteien und der damaligen US-Regierung ein. Die Trump-Regierung wollte sich explizit nur mit Delegierten der CDU und AfD treffen, jedoch nicht mit den Grünen oder der SPD. Die Abgeordneten der CDU haben dann daraufhin ihre Reise ebenso abgesagt. Felser berichtete von einem persönlichen Gespräch mit einer US Delegation, zu dessen Inhalt er keine Details nennen konnte. Insgesamt zeigte er sich optimistisch hinsichtlich der weiteren politischen Entwicklung und der Umfragewerte seiner Partei und äußerte die Erwartung, dass sich politische Veränderungen schneller vollziehen könnten als vielfach angenommen.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Besucher Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung bot damit eine Plattform für den direkten Austausch zwischen Bürgern und Politikern über kommunale, nationale und internationale Themen.

Der Bürgerdialog war gut besucht und unterstrich das anhaltende Interesse der Bevölkerung an politischen Diskussionen auf lokaler Ebene.

 

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